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Kirchengemeinde St.Nikolai-Borstel

Foto Klaus Hellweg

Die 1221 erstmals erwähnte Kirchengemeinde St.Nikolai-Borstel ist mit 18 km Länge an Elbe und Lühe, von Hamburg- Cranz bis zum Lühesperrwerk bzw. bis zur Hogendiekbrücke an der Lühe, die längste und flächenmäßig mit 2.361,05 ha die größte der 3 Jorker Kirchengemein-den. Die durch Sturmfluten zerstörte, auf Hahnöfersand gelegene erste Kirche, wurde an jetziger Stelle mit heute 220 Sitzplätzen nahe der Borsteler Mühle Aurora und dem Königsmarckschen Hof nach wechselvoller Geschichte neu errichtet.

Von dem kurz vor 1400 entstandenen einschiffigen spätgotischen Bau mit dem ungewöhnlichen fünfeckigen Chorabschluß im Osten sind nur noch Reste des Mauerwerks erhalten, das an den großformatigen Steinen zu erkennen ist ( Westseite außen, Ostseite innen, Teile der Südwand ).

Die kleinformatigen Steine des Mauerwerks und die Stützpfeiler der Südwand stammen von einer gründlichen Renovierung in den Jahren 1770-72, während das Mauerwerk der Nordwand 1875 restlos erneuert werden musste. 1974 erfolgte die Restauration des Inneren der Kirche, 2007 erfolgte die Restaurierung des Gesamtmauernwerkes mit eben den ältesten Gesteinsschichten aus dem 15.Jahrhundert.

 

Foto Peter Frischmuth/ Argus/ Hamburg

Der Orgelbauer Arp Schnitger arbeitete 1677 an der Borsteler Orgel, de-ren älteste Orgelpfeifen ca 500 Jahre alt sind, zum ersten Mal auf eige-ne Rechnung. Weitere Restaurierungen: 1988 bis 1993 Gebr. Hillebrand nach 1848/49 Philipp Furtwängler/ 1770 Paul Geycke/ 1677 Arp Schnitger/ 1637/399 Gottfried Fritsche. Anfang des 21.Jahrhunderts werden Noten aus der Mitte des 18.Jahrhunderts von Borsteler Organisten wiederentdeckt, die die außerordentliche Qualität und Bedeutung der Kir-chenmusik im Ort unterstreichen.

Der 40 m hohe hölzerne Glockenturm wurde 1695 mit 1m Abstand vor dem Westgiebel errichtet, der mit seinen schönen Spitzbogenblenden ursprünglich Schaufront war. Das Geläut besteht aus zwei Glocken: Die 1771 in Hamburg gegossene kleine Glocke trägt die Inschrift „ Ich rufe die Lebendigen zur Buße und die Toten zur Ruhe„. Als Ersatz für die im 2. Weltkrieg eingeschmolzene, ebenfalls in Hamburg gefertigte große Glocke von 1763 wurde 1951 in Heidelberg eine neue Glocke gegossen.

Die kleine Schlagglocke der Turmuhr unter dem für Kirchen im Alten Land typischen Dacherker am Turmhelm entstand um 1200. Sie hat eine steile Zuckerhutform und gehört zu den ältesten Stücken an Kirchenausstattungen im Alten Land.



Foto Peter Frischmuth/ Argus/ Hamburg
Altar/ 1770 vom Borsteler Tischler Spangenberg,
Taufe/ 1325, Madonna/ 1475, Kreuz 1520



2007 grüßen wir alle Besucher mit den Worten: „Die Tür ist offen ( täglich 8.00- 17.00 Uhr )... das Herz noch mehr … Willkommen in der alten Schifffahrtskirche St. Nikolai- Borstel: "Immer ist im Herzen Raum für mehr" (Nelly Sachs). Wir feiern: Gottesdienste: jeden Sonntag 9.30 Uhr, jeden letzten Sonntag im Monat um 17.00 Uhr.

Weiteres entneh-men Sie unter www.Kirche-Altes-Land.de/Borstel in den Sprachen deutsch, englisch, französisch, spanisch und japanisch.